It’s me

I’m still an exeption
And you want a piece of me

Geschlossen und weg und generell...

thx to

Designer Design
Hey.

Ich habe eigentlich wirklich überhaupt keine Zeit, zu bloggen. Aber irgendwie muss ich etwas schreiben. So ein bisschen Ordnung in mein privates Gedanken(& Gefühls-)chaos bringen. Und das geht bei mir nun mal am besten, wenn ich schreibe ^-^
Im Radio kommt gerade keine Musik, sondern politische…Talkshow oder Verwandtes, nehme ich an. Der Moderator redet mit Anrufern. Dieser Umstand, beziehungsweise die Hintergrundbeschallung passt nicht wirklich gut zu der bei mir gerade vorherrschenden Atmosphäre aus durch Kerzenlicht dezent im Schatten verschwindender Unordnung, aber was soll’s.
Ich fühle mich seltsam und seltsam ist hier genauso vielfältig gemeint, wie die Wortbedeutung nahelegt. Mein Leben ist undefinierbar. Undefinierbar komisch vielleicht, aber komisch ist auch etwas zu undefiniert für meinen Geschmack. Vielleicht ist es gerade einfach leer. Ich stehe morgens auf, ohne einen wirklichen Anreiz zu haben, dusche, ziehe mich an, gehe frühstücken, ohne wirklich Hunger zu haben, packe mein Zeug und gehe zum Unterricht, melde und beteilige mich, ohne wirklich Lust dazu zu haben, komme wieder in mein Zimmer, verbringe den Tag vor dem PC, ohne dass jemand mit mir redet, setze mich abends ins Wohnzimmer, rede mit Sophie und Katja über Belangloses, mitunter, wenn ich es nicht mehr unterdrücken kann, mache ich bittere Kommentare und fühle mich einsam.
Manchmal esse ich auch gar nichts, obwohl ich Bauchschmerzen vor Hunger hab. Ich kann sehen, wie ich dünner werde und das fühlt und sieht sich krass an. Ich weiß, dass ich nicht dick bin und abnehmen muss. Aber ich esse nichts. Ich sitze morgens vor meinem Teller, belege mir ein Brötchen, ich weiß genau, dass es mir schmeckt, aber ich sitze minutenlang davor und kämpfe mit dem ersten Bissen.
So geht mir das mit allem. Mit Hausaufgaben. Mit Unterricht. Mit Gesprächen. Mit Lesen. Sogar mit Schlafen. Ich muss mich zu allem überreden und tue die Sachen nur, weil mein Kopf mir sagt, es ist notwendig. Zum Über- und generell zum Leben.
Gleichzeitig kommen Momente, in denen ich völlig überdreht bin. Unkontrolliert Sätze und Gedanken ausspucke, die keinerlei Sinn haben und von denen ich weiß, sie werden höchstens als Zeichen beginnender Geistesumnachtung angesehen. Ich höre einen Song im Radio und möchte mich auf den Boden setzen und nicht mehr aufstehen. Jemand sagt einen Satz, hintergedankenlos, und ich fange an zu weinen.
Es macht mich krank und das macht mir Angst.
Ich möchte in den Arm genommen und lieb gehabt werden und stattdessen weicht man mir aus. Man hat Angst. Man läuft weg, weil das einfach ist. Fliehen ist immer das Einfachste. Nach außen hin. Nach innen macht es Probleme. Vor Gedanken kann man nicht fliehen. Leider.
Ich wünschte, diese Sätze wären es, die ich sage, wenn ich wie ein blondgefärbtes Dummchen auf Whiskey daherrede.
Ich wünschte, man würde kommen, mich in den Arm nehmen und sagen, alles ist gut.
Ich würde mir sogar wünschen, man würde kommen und sagen, man kann das nicht.
Es soll einfach nur aufhören, weh zu tun. Weil jeder Tag mehr weh tut. Jeder Blick und jede kleine Geste tut weh. Jede Gelegenheit, bei der ich merke, wie man wegläuft, tut mehr weh.
Ich geh kaputt und ich kann mich nicht mal dagegen wehren. Klar, ich sage, ich werde mich wehren. Aber es geht nicht. Ich kann es nicht. Weil diese Angst, beim Wehren alles noch mehr zu zerstören und den endgültigen Anreiz zum Weglaufen zu geben, zu groß ist.
Ich sitze an der Heizung, weil in mir alles kalt wird.
Ich würde man gerne dafür hassen. Vielleicht tu ich das ja sogar. Es ist leider kein Hass, der den Schmerz tötet. Wie schade, dass es dagegen kein Schmerzmittel gibt.
Und es tut mir leid, dass alles so sagen zu müssen, weil ich weiß, ich tue anderen nur noch mehr weh hiermit. Leuten, die es gut mit mir meinen, die mir gern helfen würden. Ich bin euch so dankbar für alles, was ihr sagt und macht und vorschlagt und dafür, dass ihr mich zum Lachen bringt. Aber ich kann das alles hier nicht in meinem Kopf lassen, denn der fängt an, vor lauter Gedanken zu pochen. Und mir gehen die Schmerzmittel aus. Die richtigen.
13.1.08 12:28
 
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